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Spartipps für Kommunen DruckversionDruckversion
Kultur
  • Gemeindliche Trägerschaften im Bereich des Kulturwesens grundsätzlich auf den Prüfstand stellen.

  • Statt kommunaler „Eigenproduktion” von kulturellen Angeboten die Leistungserstellung auf private Träger bzw. Privatinitiativen übertragen. Die Gemeinde sollte sich auf ihre Rolle als Moderator, Anschubfinanzier oder Zuschussgeber beschränken.

  • Kooperationen mit anderen Gemeinden sowie öffentlich-private Zusammenarbeit („Private-Public-Partnership”) anstreben. Kultursponsoring anstreben.

  • Freikartenregelungen bei kulturellen Veranstaltungen generell abschaffen.

  • Prüfen, ob kommunale Titelbestände von kirchlichen oder privaten Bibliothek-strägern (ggf. mit deutlich niedrigerem Zuschuss) betreut werden können.

  • „Ausgaben pro Entleihung” oder „Personalausgaben pro Entleihung” ermitteln, im Zeitablauf überprüfen und mit entsprechenden Werten aus anderen Gemeinden vergleichen.

  • Öffnungszeiten der kommunalen Büchereien stärker an der Nachfrage ausrichten.

  • Auslastung von Zweigstellen überprüfen. Einspareffekt bei sächlichen und personellen Ausgaben bei tageweiser Schließung ermitteln.

  • Beschaffungsetats verringern durch Verzicht auf Mehrfachbeschaffungen und Verringerung der Titelvielfalt. Zusammenarbeit mit anderen am Ort bestehenden Büchereien (z.B. Kirchen, Schulen) suchen.

  • Kostendeckungsgrad der gemeindlichen Bücherei(en) durch geänderte Gebührenpolitik verbessern. Prüfen, ob eine jährliche Pauschalgebühr (z.B. Leserausweis) eingeführt bzw. angehoben werden kann. Mahn- und Säumnisgebühren konsequent erheben.

  • Prüfen, wie sich der bibliotheksinterne Verwaltungsablauf (z.B. durch EDV-Einsatz) straffen lässt und damit Personalkosten eingespart werden können.

  • Fahrbüchereien in Frage stellen.

  • Bei Museen Zuschussbedarf je Besucher ermitteln, Entwicklung über mehrere Jahre beobachten und Zuschussbedarf mit Werten aus anderen Gemeinden vergleichen.

  • Öffnungszeiten der Museen an die Besucherintensität anpassen.

  • Anschaffungsetats der Museen und Sammlungen überprüfen.

  • Konzentration der Heimatmuseen anstreben. Stellen benachbarte Gemeinden fast gleiche Gegenstände im Nachbarmuseum aus?

  • Heimatmuseen auf öffentlichen Kultur- und Heimatverein übertragen.

  • Ehrenamtliche Mitarbeiter für die Aufsicht in den Museen gewinnen. Sonstige Bewachungskosten verringern.

  • Ausstellungen möglichst den Eigeninitiativen der Künstler überlassen. Gewerbebetriebe und deren Vereinigungen sowie Banken können Träger von Ausstellungen sein. Ein Beitrag der Gemeinde kann in der Bereitstellung von Räumlichkeiten (Rathaus-Foyer, Foyer einer Schule oder ähnliches) liegen.

  • Aufgaben und Tätigkeiten der Museumspädagogik kritisch hinterfragen.

  • Zuschussbedarf der Volkshochschule je Studierender ermitteln, im Zeitablauf beobachten und mit den Werten aus anderen Gemeinden vergleichen. Positive Erfahrungen anderer Volkshochschulträger nutzen.

  • Mindestteilnehmerzahl für das Kursangebot der Volkshochschule ggf. heraufsetzen, Kurse zusammenlegen.

  • Lehrangebot der Volkshochschulen durchforsten. Prüfen, ob bei allen angebotenen Kursen ein dringender öffentlicher Zweck besteht. Tanz- oder Kochkurse, die vorrangig der persönlichen Lebensgestaltung dienen, sind im Interesse einer Grundversorgung der Gemeinde nicht zwingend erforderlich.

  • Studienfahrten, zumal in ferne Länder, privaten Anbietern überlassen.

  • Kosten für Werbung und sonstige Informationen der Volkshochschulen verringern.

  • Prüfen, ob höhere Entgelte dem Benutzer zumutbar sind. Ermäßigungen und Gebührenfreistellungen ggf. überprüfen.

  • Außenstellen der Volkshochschulen in Stadtteilen oder Stadtbezirken auf ihre Auslastung hin überprüfen

  • Zuschussbedarf der Musikschule je Schüler ermitteln, im Zeitablauf beobachten und mit Werten aus anderen Gemeinden vergleichen.

  • Trägerschaft von Musikschulen vorrangig auf Private übertragen.

  • Kommunale Zuschüsse an Musikschulen abhängig machen vom Lehrangebot und der Nachfrage. Geeignete Differenzierungen vornehmen.

  • Ausstattung mit Instrumenten, Lehr- und Lernmitteln überprüfen.

  • Angebot der Musikschulen (z.B. Anzahl der Kurse) überprüfen, ggf. verringern. Gruppenunterricht und –größe überprüfen. Höhere Kostendeckung anstreben.

  • Im Theater- und Konzertbereich intensive überörtliche Kooperationen anstreben.

  • Zahl der Neuinszenierungen nach kritischer Überprüfung ggf. reduzieren.

  • An die Ausstattung der einzelnen Inszenierungen strenge Maßstäbe anlegen.

  • Gastspiele unter Umständen über einen zu gründenden Trägerverein abwickeln.

  • Ausgaben für kulturelle Sonderveranstaltungen, Gastspiele fremder Ensembles, etc. reduzieren.

  • Eintrittsgelder erhöhen, Ermäßigungen überprüfen.

  • Herausgabe von Veranstaltungskalendern eng begrenzen. Private Träger bzw. Sponsoren hierfür ausfindig machen.

  • Brauchtums-, Jubiläums- und sonstige Veranstaltungen (auch wie Straßenfeste) vorrangig der Privatinitiative überlassen. Prüfen, ob hierfür eine Gewährung von kommunalen Zuschüssen unbedingt erforderlich ist.

  • Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden nur zeitweise, nie ganztägig durchführen.

  • Kulturwochen der Verantwortung der örtlichen Vereine überlassen.

  • Zuschüsse für Stadtbild- und Denkmalpflege, Fassadenwettbewerbe, etc. überprüfen und ggf. zurückführen.



 
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